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Ziele setzen, so eine Sache?

Ziele setzenDas ist so eine Sache mit dem „Ziele setzen“ Man beginnt euphorisch, bleibt die ersten Wochen dran. Und dann kommt der Knick nach unten in der Motivationskurve, bis hin zum vollständigen Ende. Heute möchte ich drei Aspekte dieses Phänomens beleuchten, welches immer wieder auftaucht, wenn man sich Ziele setzt.

Nicht jeder Mensch ist gleich. Von den unzähligen Angeboten, seine Zeit sinnvoll zu planen und sich effektive Ziele zu setzen, verschwinden ebenso viele nach geraumer Zeit im Schubfach, wie die Ziele  selbst für die sie gedacht sind. Sehr analytisch, rational veranlagte Menschen kommen häufig gut mit linear arbeitenden Techniken und Instrumenten zurecht. Sie halten sich an die von Ihnen selbst definierten Einträge in Outlook oder dem timesystem.  Für die kreativen „Chaoten“ braucht es andere Werkzeuge für das Ziele setzen, welche die eher radial als linear arbeiten, wie Mind Maps oder Projektcharts! Da darf es bunt und kreativ zugehen! Es ist von entscheidender Bedeutung die Art der Planungs-Werkzeuge auf den Typ Mensch, der damit arbeitet, abzustimmen.

Der zweite Aspekt,  der das „Ziele setzen“ schon mal zum Scheitern bringt, liegt in unserer multidimensionalen Persönlichkeit. Angenommen, sie nehmen sich vor, früher aus dem Büro nach Hause zu kommen, weil Sie die Kinder noch ins Bett bringen möchten. Wer da spricht? Der Familienvater. Ein fürsorglicher Anteil, der seine Kinder liebt. Um 19.00 Uhr ist der Arbeits-Stapel aber immer noch nicht kleiner. Und Sie entscheiden, dass doch noch fertig zu machen. Und wer spricht jetzt? Der Manager, der vertane Karrierechancen im Kopf hat, wenn er nicht immer im Unternehmens-Interesse handelt. Sind Sie sich dieser beteiligten Anteile bewusst, können gute Kompromisse beim „Ziele setzen“ gefunden werden. Montag, Mittwoch und Freitag siegt der Manager, Dienstag und Donnerstag kommt der Familienvater zum Zug.

Und dann kommen beim „Ziele setzen“ noch unsere Lebensmotive ins Spiel. Angenommen, sie haben ein stark ausgeprägtes Anerkennungs-Motiv. Sie werden eher bereit sein, Saltis und Loops zu schlagen, damit Ihnen andere den erwünschten Applaus spenden. Da geht der Familenvater schon aus dem Grund nicht rechtzeitig nach Hause, weil er befürchtet, die anerkennenden Worte seines Chefs über sein überdurchschnittliches Engagement zu verlieren.

Wenn wir das was wir uns als Ziel setzen auch erreichen wollen, muss es mit den wichtigsten Motiven und Werten verbunden sein: Sie schüren unser Lebensfeuer , schenken uns Antriebskraft und sie liefern uns die Begeisterung , die uns durchhalten lässt.